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Für Mitbetroffene

- also für Ehefrauen, Ehemänner, Freundinnen, Freunde, Kolleginnen oder Kollegen, Mütter, Väter, Kinder, Nachbarn, Vorgesetzte, Großmütter und Großväter, Tanten, Onkel, Cousins oder Cousinen, Bekannte, und, und, und....

 

Am Beispiel des Trinkens - es ist eine Form der Abhängigkeit, die sehr häufig vorkommt - wollen wir versuchen zu erläutern, auf welche Weise viele Dinge im Zusammenspiel ineinander greifen, damit der Mechanismus "Sucht" reibungslos funktioniert. Denn erst, wenn wir die Zusammenhänge erkennen, wenn wir begreifen, wo unser eigenen Möglichkeiten liegen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, sind wir nicht mehr machtlos. Wir sind endlich in der Lage, wirklich gezielt etwas zu tun, sind nicht mehr gelähmt und können wieder hoffen.

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   Sie sind deprimiert und entmutigt - es hat ja keinen Zweck, noch einmal etwas zu sagen?

 

   Sie sind enttäuscht - egal ob Sie es mit Güte oder Härte oder gar mit List versuchen - kein Erfolg.

 

   Es ist manchmal fast so, als wäre es ein fremder Mensch.

 

   Jedes mal immer wieder diese Versprechungen - und nach einiger Zeit ist es wieder das gleiche?

 

   Sie wissen nicht mehr, was Sie noch tun sollen?

 

   Dabei sind Sie nicht einmal sicher, ob Sie selbst sich nur etwas einbilden?

 

   Vielleicht ist alles gar nicht so ernst?

 

   Ein paar Tage mit dem Trinken aufhören - das geht ja anscheinend.

 

   Das ginge doch wohl nicht, wenn dieser Mensch alkoholkrank wäre, oder?

 

   Und vielleicht hätten Sie das letzte Mal nicht so reagieren sollen?

 

   Dadurch haben Sie vielleicht sogar einen guten Grund geliefert, um zu Trinken?

 

   Sie sind verzweifelt. Wenn Ihnen nur jemand sagen würde, was denn nun stimmt. 

 

   Und wenn Ihnen jemand helfen könnte, Ihnen sagen, was Sie tun sollen!

 

 

Wir könnten, wenn Sie das möchten, mit Ihnen zusammen einige Dinge klären, damit Sie wieder klar sehen. 

 

Wir könnten zusammen versuchen, Ordnung in Ihrem Kopf zu machen, damit Sie wieder in der Lage sind, einen Entschluss zu fassen - denn Sie müssen sich zu einer Sache entschließen - so oder so. 

 

Bleiben oder gehen, aushalten oder kämpfen, sofort ein Ultimatum stellen oder noch eine Zeitlang ertragen,  - es liegt in Ihrer Hand - verharren in diesem Zustand oder einen Neuanfang wagen. 

Und das, schon allein damit Ihre Gedanken wieder geordnet werden und ein wenig mehr Frieden in Ihnen herrscht. 

 

Wenn Sie erst einmal zu einem Entschluss gekommen sind - dann wird alles um Sie herum nicht mehr so schlimm sein - und das ist doch schon mal eine positive Aussicht, oder?

 

Fazit

Am Ende der Themen für Mitbetroffene werden Sie hoffentlich klarer sehen und in der Lage sein, für sich und den/die Betroffene/n die notwendige Richtung einschlagen können  - es wird hilfreich sein für alle. Abhängige können keine eigene Entscheidung treffen, das müssen Sie tun!

 

Also, wenn Sie bereit sind, fangen wir auf der nächsten Seite an:

Los geht es ...

© Alle Rechte vorbehalten für A.i.d.A, Arbeitskreis Alkohol in der Alltagswelt e.V. (B. H.)

Stand: 25. Oktober 2008