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TIPPS 4 - Was können Sie tun als Mitbetroffene/r?

Jetzt erst können Sie etwas tun

Wenn Sie nun durch Ihr liebevoll-konsequentes Verhalten deutlich gemacht haben, dass Sie auch meinen und tun werden, was Sie sagen, werden Sie auch Erfolg damit haben. Der Abhängige spürt genau, wann es ihnen ernst ist.

Jetzt erst können Sie ihm die Möglichkeit gegeben, zu erkennen, dass er selbst es in der Hand hat, wie es weitergehen soll. Aber Sie haben keinen bleibenden Erfolg, wenn dieser Mensch nicht VON SICH AUS WÜNSCHT, dass dieser Zustand ein Ende finden möchte. Auf welche Weise wird das geschehen?

Ziel muss es also sein, dem/der Betroffenen die Freiheit einer eigenen 

und vor allem eigenverantwortlichen Entscheidung zu lassen. 

Von dieser Person selbst muss der Wunsch kommen: 

"Es muss aufhören - egal um welchen Preis"

Machen Sie klar und deutlich in etwa folgende Aussagen:

 

Du bist ein erwachsener Mensch, der für sich selbst entscheiden kann und auch soll.

Daraus ergibt sich selbstverständlich, dass niemand - auch Sie nicht - ihn zwingen werden, eine Entzugsbehandlung gegen seinen Willen vornehmen zu lassen.

Einen wertvollen und für Sie wichtigen Menschen wie ein Kind zu zwingen, irgendwelche Maßnahmen, die ihm nicht angenehm wären, läge Ihnen fern.

Sie fänden es auch unverantwortlich, wenn andere (Eltern, Freunde...) Vorschriften darüber erteilen würden, wie er sich zu verhalten habe.

Sie könnten es zwar verstehen, aber letztlich ist doch ein vernunftbegabter Mensch wie er/sie absolut selbst in der Lage, für sich selbst zu entscheiden, was er tun und was er lassen möchte.

Seine Wünsche, nicht mit solchen Ansinnen belästigt zu werden, werden selbstverständlich respektiert.

Er möchte natürlich die Verantwortung selbst übernehmen, das sei Ihnen nun bewusst geworden.

Er müsse dann eben in Kauf nehmen, dass körperliche Dauerschäden nicht mehr allzu lange auf sich warten ließen.

Ebenso, wie er damit rechnen müsse, dass Freunde sich nun aber endgültig zurückzögen.

Beruflich müsse er ebenfalls damit rechnen, dass alle Möglichkeiten, die er einst hatte, endgültig dahin seien.

Wenn er das so haben wolle, dann stünde ihm das selbstverständlich frei.

Er habe die Freiheit über sich selbst zu entscheiden - ja, sogar sich selbst zu zerstören.

Jedem erwachsenen Menschen sollte dieser Entscheidungsspielraum gelassen werden, das würde Ihnen einleuchten.

Also ließen Sie ihm diese Entscheidungsfreiheit

 

Sie zwingen diesen Menschen nicht mehr, diesen Gedanken Widerstand entgegen setzen zu müssen.

Aus reiner Notwehr musste er gegen die Bekehrungsversuche anlaufen, um sich nicht als entmündigter, versagender Trinker zu fühlen. 

 

Willensschwach und haltlos, so haben ihn alle angesehen - er wollte das auf keinen Fall sein. 

 

Jetzt ist alles anders...

 

Lassen Sie Ihre neuen Ansichten wirken.

© Alle Rechte vorbehalten für A.i.d.A, Arbeitskreis Alkohol in der Alltagswelt e.V. (B. H.)

Stand: 25. Oktober 2008