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Schlafmittel
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Der Mensch braucht regelmäßig Schlaf - ohne ausreichenden Schlaf kann der Körper psychische Eindrücke nicht verarbeiten, seine Batterien nicht wieder aufladen und wird belastet - überfordert - und der Mensch wird krank. Schlafentzug ist eine früher schon und heute noch angewendete Foltermethode.
Jeder hat schon am eigenen Körper erfahren, wie rasch sich "zu wenig Schlaf" in körperlichen Schwierigkeiten äußert, wie schlecht es einem gehen kann, wenn man durch widrige Umstände nicht in der Lage ist, genug zu schlafen. Es kann einen schon zur Verzweiflung bringen, wenn man sehr müde ist, aber wieder und wieder nicht richtig schlafen kann.
Leider ist der Schlaf, den man durch die Einnahme von Schlafmitteln künstlich erzeugt, grundsätzlich anders, als der normale Schlaf. Die verschiedenen natürlichen Tiefschlaf-Phasen und Traum-Rhythmen des Schlafen werden unter Medikamenteneinnahme nicht durchlaufen, und dadurch fühlt man sich meist am Morgen trotz durchschlafener Nacht immer noch "kaputt".
Schlafmitteleinnahme - ein folgenschwerer Irrtum: die Batterien sind nicht richtig aufgeladen, die Psyche ist nicht entlastet - man war nur betäubt. Im Gegenteil zu der erwarteten Wirkung verstärken sich in der Regel die Missempfindungen nach Absetzen des Medikamentes.
Bei meist ohnehin vorhandenen psychischen Problemen liegt nahe, die "Betäubungsmöglichkeiten" derartiger Mittel zu nutzen um für einige Stunden Ruhe vor quälendem Nachdenken haben zu können. Der Suchtkreislauf schließt sich schnell: Schlafmittel nehmen, weil man nicht schlafen kann - psychische Probleme wegen fehlender Verarbeitung - deshalb wieder nicht schlafen können - Schlafmittel nehmen - ein Teufelskreis.
Es finden
Verwendung, die alle zu psychischer und physischer Abhängigkeit führen können.
Sogar bei rezeptfreien Präparaten gibt es eine Menge möglicher Nebenwirkungen. Ganz allgemein kommt führt die Einnahme von Schlafmitteln zu "Am Morgen danach" ist die Substanz noch nicht abgebaut - es gibt Nachwirkungen. Müdigkeit, Antriebsschwäche, Verhaltensenderungen, langsames Denken, Interesselosigkeit, abstumpfen der Gefühle, aber zuweilen auch Unruhe, Erregungszustände, Euphorie. Die Gewöhnung tritt schnell ein - etwa nach drei Wochen Was tun??
Sie selbst sollten das mal ein paar Tage versuchen:
Wenn Sie weiterhin (nicht nach zwei Tagen schon) tagsüber erhebliche Schwierigkeiten haben, weil Sie so zerschlagen und übernächtigt sind - reden Sie mit dem Arzt. Es gibt vielleicht eine hormonelle Ursache oder eine Gesprächstherapie wird den Grund finden. Sie werden es sehen - es gibt eine Lösung ohne Schlafmittel. |
© Alle Rechte vorbehalten für A.i.d.A, Arbeitskreis Alkohol in der Alltagswelt e.V. (B. H.)
Stand: 25. Oktober 2008