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Allgemeine Nebenwirkungen - rezeptfreie Abführmittel

(chemisch und pflanzlich)

 

REZEPTFREIE ABFÜHRMITTEL chemisch

 

Gegenanzeige

Laxantia (z B. Bisacodyl, Natriumpicosulfat)

1 Ileus

2 Bisacodyl: Kinder unter 2 Jahren

 

Anwendungsbeschränkung

1 Hinweis:

Besondere Vorsicht: Einnahme über längere Zeiträume (mehr als 1-2 Wochen) Gefahr einer Verstärkung der Darmträgheit!

2 Akut-entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen

3 Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes

4 Natriumpicosulfat: Kinder unter 4 Jahren

        

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft Strenge lndikationsstellung.

Natriumpicosulfat:   Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Bisacodyl:   Schädliche Wirkungen bei Einnahme während der Schwangerschaft sind nicht bekannt.

Stillzeit

Natriumpicosulfat:   Es findet kein Übertritt in die Muttermilch statt.

Bisacodyl:   Schädliche Wirkungen bei Einnahme während der Stillzeit sind nicht bekannt.

        

Nebenwirkung

Muskel u. Skelett

Muskelschwäche

Gastrointestinaltrakt

1 Verstärkung der Darmträgheit (b. längerfristiger Einnahme von mehr als 1-2 Wochen)

2 Zäpfchen: Schmerzen und Blutungen des Enddarmes

3 Wasser- und Elektrolytverluste, insb. Kaliumverlust, dadurch Störungen der Herzfunktion und Muskelschwäche möglich, insb. b. gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden, Diuretika und Nebennierenrindensteroiden (b. längerdauernder od. hochdos. Anw.)

Herz und Kreislauf

Störungen der Herzfunktion

        

Wechselwirkung

<Verstärkung der Herzglykosidwirkung durch Kaliumverluste>

1 Diuretika   <Kaliumverluste verstärkt>

2 Nebennierenrindensteroide   <Kaliumverluste verstärkt>

3 Antibiotika  <Verlust der laxierenden Wirkung>

        

Intoxikation

Akute orale Abführmittelintoxikationen sind vor allem durch massive Diarrhöe, u. U. mit schwerer Darmreizung und u. U. massivem Wasser-Elektrolyt-Verlust gekennzeichnet. Hieraus könnenhypokaliämische Muskelschwäche und schmerzhafte muskuläre Krämpfe (Waden!) resultieren. Stehen Initial Koliken und Flatulenz im Vordergrund, wird u. U. das Bild eines akuten Bauches vorgetäuscht. Der chronische Abführmittelabusus ist vor allem durch die Hypokaliämie und oft auch Inanition gekennzeichnet.

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REZEPTFREIE ABFÜHRMITTEL, pflanzlich

 

Gegenanzeige     

Laxantia (z.B. Aloe, Faulbaumrinde, Rhabarber, Sennesblätter, Sennesfrüchte)

Darmverschluss

Akut-entzündliche Erkrankungen des Darmes, z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Appendizitis

Abdominale Schmerzen unbekannter Ursache

Kinder unter 12 Jahren

 

Anwendungsbeschränkung

Laxantia (z.B. Aloe, Faulbaumrinde, Rhabarber, Sennesblätter, Sennesfrüchte)

Hinweis: Besondere Vorsicht Einnahme über längere Zeiträume (mehr als 1-2 Wochen) (Gefahr einer Verstärkung der Darmträgheit)

        

Schwangerschaft/Stillzeit

Laxantia (z. B. Aloe, Faulbaumrinde, Rhabarber, Sennesblätter, Sennesfrüchte)

Schwangerschaft

Contraindiziert.

Nicht anzuwenden während der Schwangerschaft aufgrund unzureichender toxikologischer Untersuchungen. Tierexpenmentell ist die Plazentagängigkeit vom aktiven Metaboliten Rhein äußerst gering.

Sennesfrüchte: Strenge Indikationsstellung im 1. Trimenon

Das Präparat sollte im 1. Trimenon nur dann eingesetzt werden, wenn durch eine Ernährungsumstellung oder Quellstoffpräparate kein therapeutischer Effekt zu erzielen ist.

Stillzeit

Contraindiziert.

Nicht anzuwenden während der Stillzeit aufgrund unzureichender toxikologischer Untersuchungen. Aktive Metaboliten, wie Rhein, gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Eine laxierende Wirkung bei gestillten Säuglingen wurde nicht beobachtet

Sennesfrüchte: Strenge lndikationsstellung

Aktive Metaboliten, wie Rhein, gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Eine laxierende Wirkung bei gestillten Säuglingen wurde nicht beobachtet.

        

Nebenwirkung

Laxantia

Muskel und Skelett

Muskelschwäche

Gastrointestinaltrakt

Krampfartige Magen-Darm-Beschwerden <Einzelfälle, Dosisreduzierung erforderlich)

Pseudomelanosis coli (b. chron. Anw.; reversibel, harmlos) 

Elektrolyte

Bei chron. Anw.: Elektrolytverluste, insb. Kaliumverlust, dadurch Störungen der Herzfunktion und Muskelschwäche möglich, insbesondere  bei  gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden, Diuretika und Nebennierenrindensteroiden 

Herz- und Kreislauf

Störungen der Herzfunktion (Elektrolyte) Urogenitaltrakt

 

Wechselwirkung

Laxantia (z.B. Aloe, Faulbaumrinde, Rhabarber, Sennesblätter, Sennesfrüchte

Herzglykoside <B. chron. Anw. durch Kaliummangel: Verstärkung der Herzglykosidwirkung        

Antianhythmika <B. chron. Anw. durch Kaliummangel: Beeinflussung der Wirkung der

Antiarrhythmika>

Thiaziddiuretika     <Kaliumverluste verstärkt>

Nebennierenrindensteroide   <Kaliumverluste verstärkt>

Süßholzwurzel      <Kaliumverluste verstärkt>

        

Intoxikation

Laxantia (z.B. Aloe, Faulbaumrinde, Rhabarber, Sennesblätter, Sennesfrüchte)

 

Akute orale Abführmittelintoxikationen sind vor allem durch massive Diarrhöe, u. U. mit schwerer Darmreizung und u. U. massivem Wasser-Elektrolyt-Verlust gekennzeichnet. Hieraus können hypokaliämische Muskelschwäche und schmerzhafte muskuläre Krämpfe (Waden!) resultieren. Stehen Initial Koliken und Flatulenz im Vordergrund, wird u. U. das Bild eines akuten Bauches vorgetäuscht. Der chronische Abführmittelabusus ist vor allem durch die Hypokaliämie und oft auch Inanition gekennzeichnet.

 

Therapie

Elementarhilfe:    Ausgleich des Wasser-Elektrolyt-Haushaltes.

© Alle Rechte vorbehalten für A.i.d.A, Arbeitskreis Alkohol in der Alltagswelt e.V. (B. H.)

Stand: 25. Oktober 2008