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Muskelentspannungsmittel

 

Mittel gegen Muskelkrämpfe sind Benzodiazepine - also Beruhigungsmittel. In speziellen Mitteln für Krämpfe ist der dem Diazepam (Valium) verwandte Stoff Tetrazepam eingesetzt und oft wird von den verschreibenden Ärzten nicht mehr bedacht, dass es sich hierbei um einen Stoff handelt, der in verstärkten Maße süchtig machen kann. Besonders die Möglichkeit der Benzodiazepine mit geringen Dosen (Low- dose) eine Abhängigkeit zu erzeugen, wird häufig übersehen.

Eine Ausnahme hiervon ist ein Mittel, dass Parkinson-Patienten verordnet wird (wobei selbstverständlich auch eine Abhängigkeit in kauf genommen werden müsste, denn es gibt keine Alternative)

 

Was tun?

Wenn Sie Muskelkrämpfe haben, stellen Sie bitte folgendes fest:

  • Durchfall? Salzverluste und Elektrolytverluste führen zu Krampfzuständen, die durch Einnahme von Salz und Mineralstoffen wieder ausgeglichen werden können. Es gibt spezielle Präparate dafür, aber auch ein versuch mit Magnesium und Kochsalz kann schon zur Lösung des Problems führen. Herzrhythmusstörungen könnten auch von Mangel an Kalium ausgelöst werden. Im Zweifel fragen Sie Ihren Arzt.

  • Schwer angestrengt? Überbelastungen durch Sport oder schwere Arbeit kann auch zu Krämpfen führen - ein warmes Bad und Ruhe sollte hier als Therapie ausreichen.

  • Medikamente wie Nierentabletten oder Nerventabletten? Da Sie diese Tabletten verschrieben bekommen haben, erzählen Sie Ihrem Arzt von den Muskelkrämpfen. Er weiß, ob sich ein Wechsel des Medikamentes lohnt oder Mineralien eingenommen werden sollten.

  • Wenn alle genannten Faktoren nicht auf Sie zutreffen, lassen Sie sich bitte gründlich untersuchen, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen. Zum Beispiel eine Alkoholabhängigkeit.

© Alle Rechte vorbehalten für A.i.d.A, Arbeitskreis Alkohol in der Alltagswelt e.V. (B. H.)

Stand: 25. Oktober 2008