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Hustenblocker

In den meisten Hustenblockern ist Kodein und ähnliche Stoffe enthalten, die alle morphinähnliche Wirkung haben. Die Gewöhnungsmöglichkeit an diese Stoffe liegt also klar auf der Hand. Die Wirkungsweise von opioiden Stoffen ist kurz erläutert auf der Seite über Schmerzmittel, in denen häufig ebenfalls Kodein enthalten ist.

Hustenblocker wirken im Zentralnervensystem. Sie hemmen das Hustenzentrum oder besetzen die Rezeptoren (Fühlpunkte) in den Bronchien. Die Ursache des Hustens bleibt also erhalten und nur der Hustenreflex wird unterdrückt - im Grunde eine absolut unnatürliche Sache. So lange jedoch der Hustenblocker in richtiger Dosierung und nicht als Daueranwendung (z.B. bei Raucherhusten) angewendet wird, kann kaum eine Gewöhnung oder gar Abhängigkeit entstehen.

 

Wenn der Husten ein trockener Reizhusten ist - und das ist nur in den ersten zwei, drei Tagen einer Erkältung so - ist er am Schlimmsten: schmerzhaft, anfallartig, nicht zu unterdrücken, er krabbelt im Hals und reizt zum Würgen, und die Anfälle hindern am Schlafen. 

Wenn der Husten dann "produktiv", also schleimig wird, wird er erträglicher - nicht mehr so furchtbar anstrengend. Das ist auch gut so, denn der Schleim soll ja die Bronchien reinigen. Es ist also wichtig, den Husten in dieser Phase NICHT zu bremsen, damit wegen des sich stauenden Sekretes nicht die darin vorhandenen Bakterien zu einer Infektion führen. Außerdem wäre es ziemlich unsinnig, den Schleim dadurch noch länger als unbedingt nötig in den Bronchien zu belassen und so die Erkältung zu verlängern.

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Was tun?

  • Versuchen Sie die Ursache des Hustens auszuschalten, soweit dies möglich ist: hören Sie vielleicht auf zu rauchen oder wenn Sie nicht rauchen, dann versuchen Sie, sich nicht mehr als nötig in verräucherten Räumen aufzuhalten. Reden Sie vielleicht mit den Kollegen, die rauchen oder mit dem Personalrat - vielleicht findet die Firma eine Möglichkeit, Sie als Nichtraucher zu schützen. Es ist IHRE Gesundheit - also nehmen Sie nicht zu viel Rücksicht.

  • Ein Inhaliergerät kann schnell Abhilfe schaffen - oder zumindest die gute alte Schüssel mit dem heißen Kamillendampfbad und dem Handtuch über dem Kopf. Die Feuchtigkeit wird Ihren Bronchien gut tun.

  • Fangen Sie schon mal damit an, die Luft in Ihrer Wohnung anzufeuchten - Wasserschalen oder -behälter auf oder an der Heizung helfen. Elektrische Luftbefeuchter (mit Bakterien- und Pilzfiltern ! ! ) sind zum Teil sehr praktisch.

  • Wenn Sie immer wieder Probleme mit Reizhusten haben - wie wäre es mit einem Urlaub an der See oder einem Besuch in einem Heilbad? Oder vielleicht sogar mit einer Kur? Fragen Sie Ihre Krankenkasse.

© Alle Rechte vorbehalten für A.i.d.A, Arbeitskreis Alkohol in der Alltagswelt e.V. (B. H.)

Stand: 25. Oktober 2008