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Abführmittel
Laxantien
Georg Schwach schreibt uns zum Rizinusöl folgendes:
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Sehr erstaunt bin ich darüber, dass Sie bei den pflanzlichen rezeptfreien Abführmitteln nicht auf Rizinusöl eingehen, dessen laxierende Wirkung jetzt immerhin 3500 Jahre bekannt ist. Nach der Fachliteratur entfaltet Rizinusöl nicht nur bei der äußerlichen Anwendung, sondern auch bei oralen Einnahme derart positive Wirkungen, dass ich nachstehend zunächst den physiologischen Wirkungsmechanismus bei der Einnahme von Rizinusöl darstellen möchte, um daraus anschließend auf verschiedene Besonderheiten hinzuweisen, auf die man achten sollte. |
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Es
ist festzuhalten, dass Rizinusöl selbst nicht abführt, damit kann diese
chemische Verbindung auch kein
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Nebenwirkungen (Unsere Antwort an Herrn Schwach)
Sie haben recht, es ist ein
nebenwirkungsarmes Mittel, zu Unrecht "unmodern" geworden.
Allerdings ist es nicht nebenwirkungsFREI -
bei Dauereinnahme besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Wirkung
von herzstärkenden Mitteln (Herzglykoside) verstärkt, was zu
Dosierungsproblemen führen kann. Ebenfalls Dosierungsschwankungen
ergeben sich für Patienten, die Mittel gegen Herzrhythmusstörungen
einnehmen müssen, und Probleme mit dem Elektrolythaushalt bei
gleichzeitiger Einnahme von Entwässerungsmitteln und
Nebennierenrindensteroiden.
Bedingt durch die Wirkung auf das
Histaminsystem kann es auch zu Hautausschlägen kommen.
Man induziert sozusagen eine allergische
Reaktion im Darm - was wiederum zu einer ähnlichen Wirkung wie z.B. die
der Sennesfrüchte führt. Bauchschmerzen sind daher, je nach Kondition
des Patienten, ebenfalls möglich. Der Darm wehrt sich heftig gegen eine
Allergieauslösende Substanz.
Keinesfalls darf das Rizinusöl also
genommen werden
man so etwas
hat) oder bei Appendizitis (Blinddarmentzündung ist oft im
Erwachsenenalter nicht leicht zu
diagnostizieren) - alles Erkrankungen, die nicht unbedingt mit Schmerzen
verbunden sein müssen.
wovon der Schmerz ist.
An Nebenwirkungen könnte es wegen Elektrolytverlust zu - Schwächezuständen - Störungen der Herzfunktion und je nach Empfindlichkeit - auch Magen- und Darmkrämpfe, - oder auch Muskel-, insbes. Wadenkrämpfe
Im Prinzip gelten also hierfür die gleichen Nebenwirkungen, wie für Sennesfrüchte oder Faulbaumrinde
Herr Schwach war nicht ganz einverstanden und erläutert folgendes: Die Ursache des Auftretens allergischer Hauterscheinungen, genauer urtikarieller Exantheme, im Gefolge des Abführens mit Rizinusöl liegt aus meiner Sicht darin, dass die Einnahme von Rizinusöl nicht nur zu einer brüsken Entleerung der Gallenblase führt, sondern zu einer Aktivierung der Ausscheidung der Leber, wodurch auch dort deponierte Giftstoffe aus dem Darm gespült werden und dann im Analbereich zu urtikariellen Exanthemen führen. Das Auftreten derartiger allergischer Hauterscheinungen ist damit ein Hinweis, alle paar Tage erneut mit Rizinusöl abzuführen, bis diese zunächst abklingen und schließlich verschwinden. Ist das Giftdepot der Leber hinreichend abgebaut, treten beim Abführen mit Rizinusöl keine urtikariellen Exantheme mehr auf. Da selbst dann, wenn keinerlei urtikarielle Exantheme (mehr) auftreten, sehr lebhafte Darmbewegungen erfahrbar sind, haben diese nichts mit einer Allergieauslösenden Substanz, sondern vielmehr mit der Entfaltung der Prostaglandinsynthese E2 zu tun
Wie ich
mitbekommen habe, ist verschiedenen Persönlichkeiten bei der Einnahme
von Rizinusöl, dies selbst in vergleichsweise kleinen Dosen, übel
geworden. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einem Verfahren
begeben, wo dies nahezu ausgeschlossen ist; hierbei bin auf folgende
Webseite der Universitätsklinik Gießen gestoßen:
Oder:
Für Interessierte Sie können hier eine Literaturliste über Rizinusöl herunterladen, welche uns von Herrn Schwach zur Verfügung gestellt wurde. Danke, Herr Schwach!
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© Alle Rechte vorbehalten für A.i.d.A, Arbeitskreis Alkohol in der Alltagswelt e.V. (B. H.)
Stand: 09. Februar 2011