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Jeder
Mensch ist anders als andere Menschen.
Jede
Familiensituation ist anders als andere.
Jede
Veranlagung ist unterschiedlich ausgebildet.
Jede
Erziehung unterscheidet sich von anderen.
Millionen
verschiedener Leben ergeben viele Milliarden Möglichkeiten damit
umzugehen, damit fertig zu werden, daraus zu lernen.
Folglich
kann man nicht einfach für die Allgemeinheit festlegen, dass diese oder
jene Erkrankung auf die Kindheit zurückzuführen sein muss.
Man
kann nicht sagen, das diese oder jene psychische Problematik durch
Erziehungsfehler zustande gekommen sein muss.
In
jedem Einzelfall müssen mit Hilfe und durch Mitarbeit des Betroffenen die
Fakten geklärt werden – wie in einem persönlichen Krimi.
Ein
Mensch reagiert zum Beispiel auf bestimmte Situationen, in dem er sich als
Clown für die Familie aufführt – das hilft ihm vielleicht, die Dinge
zu entschärfen.
Ein
anderer Mensch zieht sich vielleicht ganz zurück, spricht wenig und
versucht so, sich „unsichtbar“ zu machen.
Wieder
ein Anderer wird der „große Macher“, weil er sich wohler fühlt, wenn
er versuchen kann, aktiv etwas zu tun.
Noch
ein weiterer Mensch wird vielleicht immer wieder krank und sorgt auf diese
Weise für eine gewisse Portion Aufmerksamkeit.
Oder
Einer wird immer wieder straffällig oder gilt als „schwer erziehbar“
– das ist vielleicht sein persönliche Art, für Aufmerksamkeit der
Anderen zu sorgen.
Aber
alle handeln NICHT BEWUSST.
Sie
wissen nicht, dass sie auf die Kindheit reagieren.
Das
merken sie in der Regel erst, wenn sie einmal über 25 sind.
Und
selbst dann verdrängen sie es vielleicht oder sehen den Zusammenhang
nicht.
Denn
VERDRÄNGUNG von Gefühlen ist allen gemeinsam.
Verdrängung
führt zu Angstanfällen, oder zu Hauterkrankungen, zu Magen- oder
Darmbeschwerden, zu Panikattacken, zu Rückenschmerzen, zu Essstörungen,
zu Herzproblemen, zu sexuellen Schwierigkeiten, zu Depressionen, überschießender
Gefühlswelt, zu Asthma, auch zu Gefühlsarmut, pausenlosen
Infektionserkrankungen oder zu einer der vielen anderen psychosomatischen
Erkrankungen, die in großer Zahl zu finden sind.
(
Psycho-, von der Seele, -somatisch, auf den Körper
wirkend.)
Ein
Verdrängungsmechanismus läuft unbewusst und automatisch ab.
Deshalb
kann man diese Gefühle selbst oft nicht bemerken.
Außer,
man bemüht sich darum.
Um
sich aber darum zu bemühen, muss einem zunächst einmal auffallen, dass
etwas nicht stimmt.
Man
muss auch bereit sein, plötzlich wieder unangenehme Gefühle, meist mit
ungeahnter Intensität zuzulassen und zu empfinden und auszuhalten.
Unser
Unterbewusstsein wehrt sich gegen solche Vorhaben.
Es
blockiert das Hervorkramen alter Gefühle.
Das
ist schwer und es tut unter Umständen sehr weh.
Und
das ist häufig der Grund, warum Therapien abgebrochen werden.
Allerdings
benötigt man in der Regel Hilfe für solche Aufarbeitungen.
Es
liegt ja in der Natur der Sache, dass wir selbst kaum wissen können, ob
immer noch unterdrückte Gefühle in uns liegen – wir bemerken ja nicht,
dass da noch etwas unterdrückt und verdrängt wird.
Das
Erkennen aber: <<ich weiß, warum ich auf dies oder das HEUTE so
reagiere, denn ich habe es damals so gelernt>> ist Bedingung, für
das Heute etwas zu ändern. |