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Als
ich dann bei Frau X. vom Jugendamt saß, war ich hin und hergerissen:
Was
mach ich jetzt? Abhauen und alles weiter ertragen oder alles
„gestehen“?
Ich
saß da und während ich ihr alles, was ich als wichtig empfand, erzählte,
unterdrückte ich ständig meine Tränen oder überspielte sie durch
lautes Lechen. Ich fühlte mich wie der totale
Verräter, hatte aber gleichzeitig Angst nicht ernst genommen zu werden.
Deshalb
erfand ich noch Sachen dazu oder übertrieb (ich musste gar nicht immer Spülen,
und wenn, dann habe ich es freiwillig gemacht, bügeln musste ich erst
recht nicht).
Und
- hurra Frau X. glaubte mir! Sie sagte, wir würden in den nächsten Tagen
einen Brief bekommen in dem ein Termin steht. An diesem Tag wollte sie mit
einer Kollegin bei uns vorbei kommen.
Da
wurde mir erst klar, was ich gemacht hatte. So weit hatte ich nicht
gedacht.
Panik
brach in mir aus.
Was
würden meine Eltern sagen, wenn auf einmal das Jugendamt käme? Ich
versuchte sie zu einer Lüge zu überreden, ob sie nicht verschweigen könnte,
dass ich beim Jugendamt war, sondern lieber sagen, dass der Direktor sich
bei ihr gemeldet hatte und so, aber sie sagte sie würde nicht lügen, das
würde keine guten Eindruck auf meine Eltern machen.
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